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Bis zum letzten Millimeter: MICHELIN NAZCA automatisiert das Nachschneiden
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Bis zum letzten Millimeter: MICHELIN NAZCA automatisiert das Nachschneiden

14.09.2026
  • Neue Nachschneidemaschine NAZCA beschleunigt und modernisiert das Nachschneiden von Nutzfahrzeugreifen

  • Steigerung der Kapazität von Werkstätten um 30 bis 50 Prozent möglich

  • Stärkt den Michelin Mehr-Leben-Ansatz aus Nachschneiden und Runderneuerung

Seit mehr als einem Jahrhundert ist das Nachschneiden fester Teil der Reifenwartung bei Lkw und Bussen. Bis heute ist der Prozess jedoch oft Handarbeit – und damit aufwendig, körperlich belastend und stark vom Können einzelner Fachkräfte abhängig. NAZCA bringt dieses Verfahren auf ein neues Niveau: Die automatisierte Lösung holt aus jedem Reifen heraus, was in ihm steckt und nutzt jeden nutzbaren Millimeter Gummi präzise aus. Inspiriert von den klaren Linien der Nazca-Wüste in Peru, arbeitet NAZCA nach den Empfehlungen der Reifenhersteller mit dem Ziel, hohe Qualität, Zuverlässigkeit und Wiederholbarkeit zu gewährleisten. Die Innovation wurde heute auf der IAA Transportation in Hannover erstmals der Öffentlichkeit live demonstriert. 

Die Nachschneidemaschine wurde von Michelin-Ingenieuren entwickelt und kann dank eines hochauflösenden Laserscanners und fortschrittlicher Algorithmen Reifen vermessen, Verformungs- und Verschleißmuster modellieren und die Schnitttiefe kontinuierlich steuern. Da die Geometrie jedes Reifens einzigartig ist, passt das System die Schnitttiefe über die gesamte Breite und den gesamten Umfang des Reifens in Echtzeit an. So wird das Potential des Reifens bis zum letzten Millimeter voll ausgeschöpft. 

Praxiserprobt und geeignet für viele Lkw- und Busreifen

NAZCA wurde unter realen Bedingungen getestet und kann die Anzahl der von Werkstätten durchgeführten Nachschneidevorgänge deutlich erhöhen. Nach mehr als einem Jahr Praxistest zeigt sich: die Betriebe steigern die Anzahl ihrer Nachschneidevorgänge um 30 bis 50 Prozent.(2) Gleichzeitig sinkt die erforderliche manuelle Arbeitszeit der Techniker*innen auf weniger als drei Minuten(3), wodurch dieser sich auf andere Aufgaben wie Achsvermessung, Reparaturen sowie die Montage und Demontage von Reifen konzentrieren kann. Das ist auch mit Blick auf den Fachkräftemangel in der Branche ein Vorteil. Die Automatisierung des Nachschneideprozesses macht Werkstätten so nicht nur profitabler, sondern auch flexibler. 

NAZCA ist mit vielen Reifenmarken und -dimensionen kompatibel.(1) Voraussetzung: Die Karkasse muss robust genug für den lebensverlängernden Nachschneideprozess sein. Rund zwanzig NAZCA-Maschinen werden derzeit europaweit im Pilotbetrieb getestet. Michelin wird diese Innovation 2027 in mehreren Ländern auf den Markt bringen. Die Markteinführung erfolgt schrittweise und wird an die spezifischen Marktgegebenheiten angepasst.

Laufleistung maximieren

Die neue Nachschneidemaschine ist ein Teil des MICHELIN Mehr-Leben-Konzepts, das Nachschneiden und Runderneuerung kombiniert. Ziel ist es, die Lebensdauer von Lkw-Reifen zu maximieren. Mit diesem Ansatz kann ein MICHELIN Reifen bis zu 2,5-mal länger im Einsatz sein als ein Reifen, der nur einen einzigen Lebenszyklus durchläuft.(4) Allein ein einziger Nachschneidevorgang sorgt dabei für bis zu 25 Prozent(5) mehr Laufleistung und bis zu fünf Prozent Kraftstoffeinsparung(6).

[1] Zugang zum Katalog der Nachschneideprogramme mit laufender Verbesserung der „Rezepturen“ auf Basis der Empfehlungen der Hersteller. Der Katalog umfasst die wichtigsten Marken und Größen auf dem Markt, also Premiumhersteller sowie deren angeschlossene Heißrunderneuerungs- und Tier-2-Marken. In Ausnahmefällen und von Fall zu Fall kann das NAZCA-Team spezifische Rezepturen prüfen, die nicht im Katalog enthalten sind, um ihre Umsetzbarkeit in NAZCA zu bewerten und gegebenenfalls zu bestätigen.
[2] Im normalen Produktionsmodus, das heißt installiert und genutzt gemäß den Anweisungen des NAZCA-Teams.
[3] Schätzung auf Basis von Tests, den sogenannten technischen Proofs of Concept (POC), die unter Einsatzbedingungen über eine kumulierte Gesamtdauer von einem Jahr in drei Euromaster-Filialen durchgeführt wurden, davon zwei Standorte der Michelin-Gruppe und ein Franchisestandort. Während dieser POCs wurden mehr als 400 Nachschneidevorgänge durchgeführt. Dadurch ließ sich die durchschnittliche tatsächliche Arbeitszeit pro Techniker unter normalen Betriebsbedingungen und ohne Störungen festlegen.
[4] Angaben auf Basis der TNPF-Empfehlungen Lkw-Reifen: Reifenverwertung | TNPF – Laufleistung 250 % = 100 % Neureifen + 25 % Nachschneiden + bis zu 100 % Runderneuerung + 25 % Nachschneiden.
[5] Angaben auf Basis der TNPF-Empfehlungen Lkw-Reifen: Reifenverwertung | TNPF. Dort wird erklärt, dass das Nachschneiden die Lebensdauer eines Reifens verlängern kann, wenn dieser das Ende seiner Verschleißgrenze erreicht, indem das gesamte verfügbare Gummi genutzt wird.
[6] 5,4 % Kraftstoffersparnis: interne Studie unter Aufsicht von DEKRA (Bericht Nr. 21CPAEXT-030), durchgeführt am 5. Mai 2021 auf den MICHELIN-Teststrecken in Ladoux (Frankreich), mit zwei identischen Volvo FH 500-Lkw, ausgerüstet mit neuen MICHELIN X® Line Energy™ Z2- und D2-Reifen in 315/70 R 22.5, jeweils gekoppelt mit einem Schmitz-Cargobull-Sattelauflieger mit MICHELIN X® Line Energy™ T-Reifen in 385/55 R 22.5, voll beladen (40 Tonnen), bei identischen Reifendrücken (8,5 b, 7,5 b und 9,0 b), Vergleich zwischen neuen und nachgeschnittenen Reifen (R5 mm). Die Ergebnisse können je nach Wetterbedingungen, Straßentyp, Reifengröße und Fahrstil abweichen.

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