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Clever: Michelin macht Reifen intelligent
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Clever: Michelin macht Reifen intelligent

02.06.2026

Wenn wir an moderne Autos denken, fallen uns E-Mobilität, Bildschirme, Apps und Assistenzsysteme ein. Kaum jemand denkt an Reifen. Dabei sind sie die einzige Verbindung zur Straße, also maßgeblich für die Fahr- und Verkehrssicherheit verantwortlich. Genau hier setzt Michelin an: Das Mobilitätsunternehmen macht Reifen intelligent – für mehr Zuverlässigkeit, geringere Kosten und weniger Reifenabfall.
 

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Die herkömmlichen Reifendruckkontrollsysteme sind in ihrem Funktionsumfang und in ihrer Genauigkeit begrenzt. Die Informationen, die sie liefern, sind zwar nützlich, spiegeln jedoch nicht das gesamte Spektrum der komplexen, dynamischen Kräfte wider, die auf Reifen einwirken. Für Autofahrer*innen ist es also schwer zu erkennen, wie es den Reifen wirklich geht. Das wollen wir ändern. 

Armin Kistner, Technischer Direktor für die Pkw-Reifenentwicklung bei Michelin

Autofahrer*innen schauen gelegentlich aufs Profil, verlassen sich auf das Gefühl beim Fahren oder warten, bis die Werkstatt zum Wechsel rät. Das führt oft dazu, dass Reifen zu früh gewechselt werden (laut internen Studien von Michelin erreichen nur 14 Prozent der Reifen tatsächlich das Ende ihrer Lebensdauer): Das kostet Geld und belastet die Umwelt. Ein zu später Wechsel wiederum geht auf Kosten der Verkehrssicherheit. Das will Michelin ändern. Der Reifenhersteller hat eine Technologie entwickelt, die den Reifen erstmals wirklich zum Sprechen bringt.

Hallo digitaler Zwilling 
Die Lösung von Michelin heißt „Embedded Tire Digital Twin“, also ein digitales Abbild des Reifens. Um dieses zu erzeugen, erfasst eine Software hochfrequente Fahrzeugsignale, die moderne Autos ständig erzeugen. Dazu gehören etwa die Belastung des Reifens, wie stark gebremst wird, das Kurvenverhalten, Unebenheiten der Fahrbahn oder der Fahrstil. So entsteht ein klares Bild des Reifenzustands unter realen Fahrbedingungen, was Rückschlüsse auf Reifenbelastung, Verschleiß und die Lebensdauerprognose zulässt. Das Ganze funktioniert rein über Software, zusätzliche Sensoren im Reifen sind nicht notwendig. Michelin geht damit den nächsten Schritt und macht den Reifen – bisher ein passives Teil, das einfach mitrollt – zu einer aktiven, mitdenkenden Komponente des softwaredefinierten Fahrzeugs.

Sensorlose Reifenintelligenz 
Ein Bestandteil der Softwarelösung von Michelin ist SmartWear. Das Programm beobachtet laufend, wie stark sich das Reifenprofil abnutzt – an jedem einzelnen Rad, auf weniger als einen Millimeter genau. Daraus ergibt sich nicht nur ein aktueller Überblick über den Reifenzustand, sondern auch eine Vorschau, wann der richtige Zeitpunkt für einen Reifenwechsel ist. Dabei funktioniert das System mit Reifen aller Marken und erkennt selbstständig, wenn neue Reifen montiert wurden.
 
Michelin SmartLoad hingegen liefert Echtzeit-Einblicke in die tatsächliche Beladung des Fahrzeugs und überprüft, ob der Reifendruck korrekt auf das Gewicht abgestimmt ist. Auf diese Weise vermeiden Autofahrer*innen gefährliche Überladung, schützen ihre Reifen vor übermäßigem Verschleiß und senken gleichzeitig den Kraftstoff- beziehungsweise Energieverbrauch.
 
Intelligente Reifen erkennen so, wenn sich ihr Zustand verändert – und das Fahrzeug kann diese Veränderung über ein Display melden. So wird sichtbar, wenn sich ein Reifen schneller abnutzt als die übrigen, wann die Profiltiefe kritisch wird oder wenn die aktuelle Beladung für die montierten Reifen und den gewählten Reifendruck zu hoch ist. Auf diese Weise erfolgt eine Warnung, bevor die Situation gefährlich wird. Dies ist besonders wichtig bei nasser Fahrbahn, in Kurven oder bei Vollbremsungen. Der digitale Zwilling erlaubt es so dem Fahrzeug, die Fahrassistenzsysteme dem Reifenzustand anzupassen.

Der Reifen wird zum Mitdenker
Mit seinen intelligenten Reifenlösungen macht Michelin einen bisher „stummen“ Begleiter sprechfähig. Der Reifen entwickelt sich zum Mitdenker, der dazu beiträgt, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, Kosten zu senken und Ressourcen zu schonen – das verändert die Rolle des Reifens im Zeitalter des softwaredefinierten Autos grundlegend.


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Ansprechpartner

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    Lea Raacke

    Head of Corporate Communications Michelin Europe North

    E-Mail: