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Sprungbrett für biotechnologische Innovationen
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Sprungbrett für biotechnologische Innovationen

29.09.2026
  • Startschuss im Michelin Innovation Park (Clermont Ferrand, Frankreich): Die von Michelin,
    Danone und weiteren Partnern gegründete Biotech Open Platform nimmt erste
    Fermentationsprojekte auf

  • Vom Labor in die industrielle Anwendung: Investitionen von mehr als 20 Millionen
    für die Skalierung biotechnologischer Verfahren 

  • Offene Plattform: Zusammenarbeit von Start-ups, Industrieunternehmen und
    anderen Forschungseinrichtungen stärkt die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas 

Jedes Jahr scheitern zahlreiche biotechnologische Innovationen beim Übergang vom Labor in die industrielle Umsetzung. Für diesen entscheidenden Schritt hat Michelin gemeinsam mit anderen Unternehmen und Marktpartnern 2024 die Biotech Open Platform ins Leben gerufen. Sie unterstützt und begleitet Start-ups, Industrieunternehmen und andere Forschungseinrichtungen bei der Entwicklung, Optimierung, Skalierung und Validierung von fermentationsbasierten Verfahren – vom Labor bis hin zur Produktion im industriellen Maßstab. 

Bei diesen Verfahren handelt es sich um biotechnologische Prozesse, bei denen Mikroorganismen (wie Bakterien, Hefen oder Pilze) oder deren Enzyme genutzt werden, um organische Stoffe biologisch umzuwandeln. Diese können dann in unterschiedlichen Branchen wie der Lebensmittelindustrie, der Kosmetikbranche, Landwirtschaft, Chemie oder Biomaterialien zum Einsatz kommen.

Zwei Jahre nach Gründung der Plattform beginnt nun die operative Phase mit ersten Forschungsprojekten im Centre des Matériaux Durables im Herzen des Michelin Innovation Park – Cataroux in Clermont-Ferrand (Frankreich). Mehr als 20 Millionen Euro flossen insgesamt bereits jetzt in den Aufbau der Infrastruktur. 

Vor Ort stehen beispielsweise ein Bioreaktor mit einem Volumen von bis zu 15 Kubikmeter sowie Reinigungssysteme zur Verfügung. Solche Systeme sind für eine zuverlässige Forschung unerlässlich und bisher selten in Europa zu finden. Sie entsprechen strengsten Standards, die insbesondere für die Produktion von Lebensmitteln notwendig sind. Über die technische Validierung der Verfahren hinaus erlauben die Anlagen im Centre des Matériaux Durables die Produktion ausreichender Mengen für Anwendungstests und für die Vorbereitung einer kommerziellen Nutzung. 

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„Mit der Einweihung der Biotech Open Platform setzen wir eine feste Überzeugung in die industrielle Realität um: Die Biotechnologie wird eine wichtige Rolle bei der nachhaltigen Transformation zahlreicher Branchen spielen. Indem wir Unternehmen eine offene Infrastruktur und erstklassiges Fachwissen zur Verfügung stellen, wollen wir den Übergang von der Forschung zur Industrie beschleunigen. Für Michelin ist das die Gelegenheit, neue Wege zu erkunden und bestimmte Moleküle aus der Petrochemie durch biobasierte und nachhaltigere Alternativen zu ersetzen. Die Plattform soll ein Innovationskatalysator zur Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit werden“

Florent Menegaux, Vorstandsvorsitzender der Michelin Gruppe

Kooperation zur Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit

Die Biotech Open Platform ist aus einer gemeinsamen Initiative von Danone, Michelin, DMC Biotechnologies, Crédit Agricole Centre France, Clermont Auvergne Innovation und Greentech heraus entstanden. Sie basiert auf der Überzeugung, dass die großen wissenschaftlichen, industriellen und ökologischen Herausforderungen neue Formen der Zusammenarbeit erfordern. Deshalb steht die Industrieplattform nicht nur den Gründungsunternehmen zur Verfügung, sondern allen Unternehmen, die vor den Herausforderungen der Industrialisierung von biotechnologischen Innovationen und Verfahren stehen. Dank eigener Infrastruktur garantiert die Biotech Open Platform strikte Vertraulichkeit der Projekte sowie den Schutz des geistigen Eigentums.

Das Projekt wird von der Metropole Clermont Auvergne und der Europäischen Union über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt.

Angesichts des wachsenden internationalen Wettbewerbs will die Plattform Europas industrielle Fähigkeiten stärken. Diese sollen helfen, neue Wirtschaftszweige auf Basis erneuerbarer Ressourcen aufzubauen und wissenschaftliche Innovationen in konkrete industrielle Lösungen zu überführen.

Khadidja Romari, Geschäftsführerin der Biotech Open Platform:
„Die Biotech Open Platform soll eine der größten Herausforderungen der Biotechnologie bewältigen: den Übergang von einem vielversprechenden Verfahren im Labormaßstab zu einem robusten Verfahren, das auch im industriellen Maßstab funktioniert. Eine entsprechende Infrastruktur ist wichtig, aber reicht allein nicht aus. Die Skalierung erfordert Erfahrung, technisches Know-how und die Fähigkeit, Probleme in der Umsetzung zu lösen. Die Vertraulichkeit der Projekte und der Schutz des geistigen Eigentums sind für die Unternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten, ebenfalls von großer Bedeutung. Unsere Aufgabe ist es, die Unternehmen bei einer schnellen und sicheren Industrialisierung zu unterstützen.“

Antoine de Saint-Affrique, Geschäftsführer von Danone:
„Seit mehr als einem Jahrhundert nutzt Danone die Erkenntnisse der Fermentationswissenschaft, um möglichst viele Menschen durch Lebensmittel zu mehr Gesundheit zu verhelfen. Mit der Biotech Open Platform stärken wir einen wesentlichen Bestandteil im europäischen Biotechnologie-Ökosystem, indem wir den Übergang von Laborinnovationen zur Produktion im industriellen Maßstab beschleunigen. Die Biotech Open Platform zeigt, wie wichtig eine gemeinsam genutzte Infrastruktur sowie langfristige Partnerschaften sind, um die europäische Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.“

Jim Flatt, Geschäftsführer von DMC Biotechnologies:
„Eines der größten Hindernisse für die Entwicklung industrieller Biotechnologien ist der Zugang zu Kapazitäten, mit denen nachgewiesen werden kann, dass eine Innovation zuverlässig und wettbewerbsfähig in größerem Maßstab produziert werden kann. Die Biotech Open Platform bietet auf diese Herausforderung eine konkrete Antwort: Sie stellt Unternehmen die Infrastruktur und das Fachwissen zur Verfügung. Beides ist für die Beschleunigung der Industrialisierung biologisch basierter Innovationen unerlässlich.“

Frédéric Baraut, Geschäftsführer des Crédit Agricole Centre France:
„Die Biotech Open Platform verdeutlicht eindrucksvoll die Fähigkeit einer Region, Industrieunternehmen, Unternehmer*innen, Forscher*innen und Investor*innen für ein zukunftsweisendes Projekt zusammenzubringen. Crédit Agricole Centre France hat die Initiative von Anfang an unterstützt mit dem Ziel, Innovationen, Beschäftigung sowie die wirtschaftliche Attraktivität unserer Region zu fördern und gleichzeitig an der Entwicklung eines für Europa strategisch wichtigen Wirtschaftszweigs mitzuwirken.“

Biotech Open Platform: die Eckdaten

  • Gründungsdatum: 2024
  • Gründungspartner: Danone, Michelin, DMC Biotechnologies, Crédit Agricole Centre France,
    Clermont Auvergne Innovation, Greentech
  • Anfangsinvestition: 20 Millionen Euro
  • Fläche: 5.000 m²
  • Industrielle Skalierung: von 10 Gramm bis zu 1 Tonne Inhaltsstoffe
  • Anzahl der Mitarbeiter: 16 im Jahr 2026

Über die Biotech Open Platform (www.biotechopenplatform.com)
Die Biotech Open Platform (BIOP) wurde 2024 von Danone, Michelin, DMC Biotechnologies, Crédit Agricole Centre France, Clermont Auvergne Innovation und Greentech gegründet und ist eine offene Industrieplattform, die sich der Förderung der Biotechnologie in Europa verschrieben hat. Mit Sitz in Clermont-Ferrand unterstützt sie Start-ups, Industrieunternehmen und Forschungseinrichtungen dabei, ihre Innovationen vom Labor in die industrielle Produktion zu überführen. Dank ihrer hochmodernen Infrastruktur und ihres Fachwissens ermöglicht BIOP die Entwicklung, Erprobung und Validierung von Bioprozessen sowie die Herstellung der für die Validierungsphasen erforderlichen ersten Mengen vor dem großtechnischen Einsatz. Damit trägt sie dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie zu stärken und die Entstehung neuer Wertschöpfungsketten auf der Grundlage von Biotechnologie und nachwachsenden Rohstoffen zu fördern.

Über Danone (www.danone.com)
Danone ist ein weltweit führendes Lebensmittel- und Getränkeunternehmen, das in drei gesundheitsorientierten, schnell wachsenden tätig ist: unverzichtbare Milch- und pflanzliche Produkte, Wasser sowie Spezialnahrung. Mit der langjährigen Mission, möglichst vielen Menschen durch Ernährung Gesundheit zu bringen, möchte Danone zu gesünderen und nachhaltigeren Ess- und Trinkgewohnheiten inspirieren und sich gleichzeitig dafür einsetzen, messbare Auswirkungen in den Bereichen Ernährung, Soziales, Gesellschaft und Umwelt zu erzielen. Danone hat seine „Renew“-Strategie definiert, um Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Wertschöpfung langfristig wiederherzustellen. Mit rund 90.000 Mitarbeitern und Produkten, die in mehr als 120 Märkten verkauft werden, erzielte Danone im Jahr 2025 einen Umsatz von 27,3 Milliarden Euro. Das Portfolio von Danone umfasst führende internationale Marken (u. a. Actimel, Activia, Alpro, Aptamil, Danette, Danio, Danonino, evian, Nutricia, Nutrilon, Volvic) sowie starke lokale und regionale Marken (darunter AQUA, Blédina, Bonafont, Cow & Gate, Mizone, Oikos und Silk). Danone ist an der Euronext Paris notiert und über ein ADR-Programm (American Depositary Receipt) auf der OTCQX-Plattform vertreten. Das Unternehmen ist Bestandteil führender Nachhaltigkeitsindizes, darunter der von Moody’s und Sustainalytics verwalteten Indizes sowie der MSCI-ESG-Indizes, der FTSE4Good-Indexreihe, des Bloomberg Gender Equality Index und des Access to Nutrition Index. Danone erhielt im Jahr 2025 weltweit die B Corp™-Zertifizierung.

Über DMC Biotechnologies (www.dmcbio.com)
DMC Biotechnologies ist ein US-amerikanisches Unternehmen im Bereich der industriellen Biotechnologie. Es entwickelt und setzt Verfahren auf der Grundlage von Präzisionsfermentation und synthetischer Biologie ein, um Moleküle von Interesse für die Lebensmittel-, Chemie- und Werkstoffbranche nachhaltiger herzustellen. Seine firmeneigene Dynamic Metabolic Control™ (DMC™)-Technologie wurde entwickelt, um Fermentationsprozesse im industriellen Maßstab vorhersehbarer, robuster und effizienter zu gestalten.

Über Crédit Agricole Centre France
Mit 2.400 Mitarbeitern und 230 Filialen ist Crédit Agricole Centre France eine verantwortungsbewusste und bürgernahe Bank, die 900.000 Kunden betreut. Das Unternehmen ist in den Departements Allier, Cantal, Corrèze, Creuse und Puy-de-Dôme tätig und setzt sich täglich für die Entwicklung seiner Region ein, in der es die führende Bank ist. Es unterstützt die Gründung und Entwicklung von Unternehmen sowie Initiativen, die zur Sicherung der lokalen Arbeitsplätze beitragen. Crédit Agricole Centre France ist seit mehr als 20 Jahren im Bereich Private Equity tätig und unterstützt derzeit mehr als 50 Unternehmen bei Entwicklungs-, Nachfolge- und externen Wachstumsprojekten. Als starker Verfechter von Innovation fördert sie zudem innovative Start-ups durch ihren Accelerator „Le Village by CACF“.

Über Clermont Auvergne Innovation
Clermont Auvergne Innovation, die Technologietransfer-Tochtergesellschaft der Universität Clermont Auvergne und des INRAE, verbindet die Forschungslabore der Universität mit der Wirtschaft, indem sie Kooperationen vereinfacht und beschleunigt und gleichzeitig deren Mehrwert maximiert. Sie bietet Unternehmen einen flexiblen und optimierten Zugang zu den Ressourcen und dem Fachwissen der Wissenschaftsgemeinschaft, identifiziert innovative Lösungen, die aus der Forschung hervorgehen, und unterstützt deren Entwicklung bis hin zur Gründung und Beschleunigung von Deep-Tech-Start-ups. 

Über Greentech (www.greentech.fr)
Die 1992 gegründete Greentech-Gruppe ist ein französischer Pionier im Bereich der Biotechnologie. Sie entwickelt innovative Lösungen auf der Grundlage pflanzlicher, mikrobieller und mariner Biotechnologie für die Bereiche Gesundheit, Kosmetik, Ernährung, Agrarökologie und Umwelt. Die Gruppe ist in rund 50 Ländern vertreten und erzielt 60 % ihres Umsatzes im Ausland. Sie verfügt über starke Innovationskapazitäten, wobei fast 20 % ihrer Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung tätig sind.

                   

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Ansprechpartner

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    Lea Raacke

    Head of Corporate Communications Michelin Europe North

    E-Mail: