Michelin in Bamberg-Hallstadt: Fakten zur Revitalisierung
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Michelin in Bamberg-Hallstadt: Fakten zur Revitalisierung

Frankfurt, 16. September 2020

Vor einem Jahr hat Michelin angekündigt, die Reifenproduktion im Michelin Werk Bamberg schrittweise zu schließen. Gleichzeitig hat Michelin seine Absicht bekannt gemacht,  nach der Stilllegung der Produktion, gemeinsam mit der Politik, mit Unternehmen und Wissenschaft zukunftsfähige Geschäftsfelder am Standort anzusiedeln. Ziel des Revitalisierungsprojektes ist es, neue Arbeitsplätze zu schaffen und die Wirtschaft der Region so zu stärken. Es soll der Deindustrialisierung entgegenwirken und dem Strukturwandel Lösungen entgegensetzen.

„Damit die von Michelin angestoßene Revitalisierung gelingt, müssen Politik, Wissenschaft und die Unternehmen der Region zusammenarbeiten. Mit vereinten Kräften kann das Ziel gelingen, unternehmensübergreifend zukunftsfähige Arbeitsplätze am Standort Hallstadt zu schaffen. Wir freuen uns über die positiven Signale, die wir von unseren Partnern aus der Politik auf kommunaler- und Landesebene erhalten“, sagt Christian Metzger, Werkleiter Michelin Hallstadt bei Bamberg.

 

Mit vereinten Kräften kann das Ziel gelingen, unternehmensübergreifend zukunftsfähige Arbeitsplätze am Standort Hallstadt zu schaffen.

Christian Metzger, Werkleiter Michelin Hallstadt bei Bamberg

 

Cleantech-Park Bamberg:

Auf dem Gelände des Michelin-Standorts Hallstadt bietet sich die einmalige Chance, alle ambitionierten Akteure der Region unter einem gemeinsamen Dach interdisziplinär zusammenzubringen. Im angedachten Cleantech Innovation Parc Bamberg sollen auf rund 88.000 Quadratmetern führende Forschungseinrichtungen und Unternehmen der Automobilzulieferindustrie und aus dem Bereich Cleantech zu einem nachhaltigen Ökosystem heranwachsen. Zusammen mit weiteren Schnittstellen-Partnern können sie die Innovationsfelder aktiv bestellen, die die Region dauerhaft stärken werden: neue Mobilitätskonzepte, Antriebssysteme und grüne Spitzentechnologien. Das Projekt befindet sich aktuell in der Konzeptionsphase – eine große Chance für alle interessierten Partner, sich mit ihren Themen- und Technologiefeldern rund um Mobilität von Morgen und Cleantech einzubringen, Prototypen zu bauen und diese zur Marktreife zu entwickeln.

 

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Wie ist der aktuelle Stand zur angekündigten Revitalisierung?

Am 29. Juni 2020 haben die Michelin Gruppe, der Landkreis Bamberg und die Stadt Hallstadt eine Kooperation zur Zukunftsplanung des Michelin Geländes vereinbart. Gemeinsam analysieren die Kooperationspartner mit gebündelten Kompetenzen Revitalisierungsszenarien, die den Entwicklungsprioritäten der Region entsprechen.  Arbeitsgruppen prüfen konkret die Möglichkeit, die Wirtschaftsleistung der Region mit innovativen und nachhaltigen Projekten zu erhalten und somit attraktive Arbeitsplätze zu schaffen. Im nächsten Schritt sollen hierfür Kooperationspartner aus der Privatwirtschaft gewonnen und aktiv in die Gestaltung des Projekts eingebunden werden.

 

Wie sieht der zeitliche Horizont für das Revitalisierungsprojekt aus?

Unser Ziel ist es in den kommenden Monaten Partner zu akquirieren – denn die Revitalisierung kann nur in einem Verbund von Unternehmen gelingen. Hierfür geben wir im Schulterschluss mit der Politik Vollgas und hoffen, dass andere Unternehmen in einem innovativen und zukunftsfähigen Revitalisierungsprojekt auch den Mehrwert erkennen.

 

Zeichnen sich bereits heute thematische Schwerpunkte für das Projekt ab?

Die Michelin Gruppe ist davon überzeugt, dass die Zukunft nachhaltig sein wird. Da die Revitalisierung der zweite Schritt des Strukturwandels ist, setzen wir stark auf nachhaltige Umweltkonzepte, die langfristig die Region stärken. Das ist die Leitlinie, mit der wir auf Partner zugehen und mit der wir gemeinsam mit der Politik ein tragfähiges Zukunftsprojekt gestalten möchten. Neben der Nachhaltigkeit ist für uns auch die Innovationskraft des Projekts ausschlaggebend. Nur mit mutigen und innovativen Ansätzen werden wir dem Strukturwandel langfristig etwas entgegensetzen.

 

Wie viele Stellen werden durch die Revitalisierung geschaffen?

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir in der aktuellen Projektphase noch keine genauen Angaben hierzu machen können. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit unseren Partnern aus der Politik und der Privatwirtschaft zukunftsfähige Geschäftsfelder anzusiedeln und somit langfristige Perspektiven für die Region und ihre Menschen zu schaffen. Unsere positiven Erfahrungen mit dem Revitalisierungsprojekt in Dundee haben uns gezeigt, dass dies mit guten Kooperationsprojekten möglich ist. Mehr als zweidrittel der Mitarbeiter sind dort Stand März wieder in Beschäftigung.

 

Warum brauchen Sie Partner?

Der Revitalisierungsprozess zielt darauf ab, das lokale Wirtschaftsgefüge zu stärken: Daher muss er gemeinsam mit den Partnern in der Region gestaltet werden, um auf den Stärken der Region aufzubauen und einen nachgewiesenen Bedarf zu decken. Die Beteiligung lokaler Partner (Arbeitnehmervertreter, Stadt, Region, Partnerunternehmen, etc.) ist daher für den Erfolg des Projekts unerlässlich.
Wir glauben an ein starkes Ökosystem: wenn alle Partner ihre jeweiligen Stärken in das Projekt einbringen, können wir die besten Ergebnisse für die Region und die Menschen erzielen.