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Komplizierte Werkzeuggeometrien aus dem 3D-Drucker
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Komplizierte Werkzeuggeometrien aus dem 3D-Drucker

16.05.2023
  • AddUp baut neues Kompetenzzentrum innerhalb der WBA Aachener Werkzeugbau Akademie GmbH auf
  • AddUp GmbH: Gründung der deutschen Niederlassung
  • Im Tooling Competence Center können Werkzeughersteller ihre Anwendungen validieren
     

Flugzeugteile, Häuser und sogar menschliche Organe – heutzutage lässt sich so gut wie alles mit einem 3D-Drucker herstellen. Michelin hat das Potenzial dieser Technologie früh erkannt und 2015 mit dem französischen Technologieentwickler und Anlagenbauer Fives das Joint Venture AddUp gegründet. Das Start-up ist auf die additive Fertigung (AM – Additive Manufacturing) von Metallteilen spezialisiert und kann auf Basis von Stahl-, Nickel-, Titan- oder Aluminiumlegierungen auch sehr komplexe Werkstücke fertigen. Der 3D-Metalldruck ist einer der Sektoren, mit dem die Michelin Gruppe ihr Geschäftsfeld über das Reifensegment hinaus ausbaut. Jetzt eröffnet AddUp ein neues Kompetenzzentrum für Werkzeugbau in Aachen: Das Tooling Competence Center ist am Standort der WBA Aachener Werkzeugbau Akademie GmbH angesiedelt. Zusätzlich zum additiven Fertigungsstandort entsteht dort auch die deutsche Niederlassung – die AddUp GmbH – mit einem lokalen Team von spezialisierten Ingenieuren, die Unternehmen bei der Industrialisierung der additiven Fertigung unterstützen. Aachen ist der zweite Standort von AddUp außerhalb Frankreichs nach Cincinnati, Ohio.

Umsetzung komplexer Geometrien
AddUp hat sich auf zwei Arten von additiven Fertigungstechnologien spezialisiert: Powder Bed Fusion (PBF) und Directed Energy Deposition (DED). Das Maschinenportfolio umfasst die FormUp-Reihe mit robusten PBF-Maschinen mit offener Architektur sowie die BeAM Modulo- und Magic-Reihen mit industriellen DED-Maschinen. AM ist eine Schlüsseltechnologie in der digitalen Fertigung und bietet viele Vorteile und Möglichkeiten für die Werkzeugindustrie. Insbesondere ermöglicht PBF eine schnellere Herstellung von Werkzeugen mit mehreren Teilen im Vergleich zu herkömmlichen Produktionstechniken. Mit der additiven Fertigung lassen sich Werkzeuge mit komplizierten Geometrien entwerfen, die ein Plus an Leistung und Effizienz bieten: Beim Kunststoffspritzguss beispielsweise können mit der PBF-Technologie komplexe Kühlkanäle geschaffen werden, um die Kühlung und die Zykluszeiten zu optimieren.

Einstieg ins Werkzeugbau-Netzwerk Deutschland
Die WBA Werkzeugbau Akademie ist das technische Referenzzentrum für die Werkzeugbauindustrie. Die WBA bietet Beratungs-, Schulungs- und Forschungsaktivitäten zur Förderung aller innovativen Technologien für den Formen- und Werkzeugbau. Daher hat AddUp die hochmoderne Werkstatt der WBA als Standort gewählt, um mit dem Tooling Competence Center in das Werkzeugbau-Netzwerk in Deutschland einzusteigen.

 

Wir sind sehr froh darüber, dass wir unser Werkzeugbau-Kompetenzzentrum an der WBA Aachen aufbauen können. Deutschland hat eine erfolgreiche Geschichte im Werkzeugbau. AddUp möchte die Einführung der additiven Metallfertigung in dieser Branche vorantreiben, indem wir unser Know-how in der AM-Technologie, in Produktivität, Qualität und Sicherheit mit unserer FormUp 350 präsentieren. Wir freuen uns darauf, unsere Kunden in der Werkzeugindustrie durch das Tooling Competence Center bei ihren Metall-3D-Druck-Projekten umfassend zu unterstützen.

Julien Marcilly, stellvertretender CEO von AddUp

AddUp verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Werkzeugindustrie bei der Entwicklung von Anwendungen und Materialien, die für die Herstellung von Formen und Werkzeugen am besten geeignet sind. Das Tooling Competence Center ist mit der PBF-Maschine FormUp 350 mit vier Lasern ausgestattet. Werkzeughersteller haben die Möglichkeit, hier ihre Anwendungsfälle zur Bewertung einzureichen, die über einen einfachen Proof-of-Concept hinausgeht und alle Aspekte des Projekts untersucht – von der auf PBF-optimierten Konstruktion bis hin zur Wirtschaftlichkeitsanalyse und der Untersuchung der Serienproduktion.

 

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