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Motorradreifen – Michelin gibt Rat
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Motorradreifen – Michelin gibt Rat

23.02.2022

Wie lange darf ich meine Motorrad-Reifen fahren?

Allgemein dürfen Reifen bis zur Erreichung der gesetzlichen Verschleißgrenze gefahren werden oder bis sie Alterungsfaktoren aufweisen. Michelin empfiehlt, Motorradreifen nach fünf Jahren einmal jährlich von einem Fachmann prüfen zu lassen und die Reifen nach maximal sieben Jahren auszutauschen. Reifen bestehen aus Materialien und Komponenten auf Kautschukbasis, deren Eigenschaften wesentlich für eine gute Funktion der Reifen sind. Diese Eigenschaften verändern sich im Laufe der Zeit, bedingt durch zahlreiche Faktoren, denen der Reifen während seiner Lebensdauer ausgesetzt ist, zum Beispiel bedingt durch das Klima, die Lagerung oder auch die Einsatzbedingungen (Beladung, Geschwindigkeit, Reifenfülldruck usw.).

Welche Reifen nehme ich am besten für meine Wochenendtouren auf Schnellstraßen?  

Es gibt nichts Schöneres als einen Tagesausflug mit Freunden, bei dem man einzigartige Augenblicke teilt. Wichtig für einen passenden Reifen sind dabei vor allem Sicherheit und Komfort. Das umfangreiche Sortiment der MICHELIN Reifen hat sich als langlebig und zuverlässig erwiesen und übertrifft damit die Erwartungen in beiden Punkten. Dabei stellt Michelin Ihnen für die schönsten Panoramastrecken seine neuesten Technologien zur Verfügung. Beispielsweise entscheiden Sie sich mit dem MICHELIN Road 6 für einen sehr vielseitigen Reifen, der alle Technologien in sich vereint und Fahrspaß mit Langlebigkeit und hoher Sicherheit kombiniert.

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Achim Penisch, Technik-Experte für Motorradreifen bei Michelin

Pressmappe Motorradreifen 2022: Hier finden Sie die Pressemappe mit allen Texten zu unseren Motorradreifen zum Download.

Wann ist ein Motorrad-Reifen auf Betriebstemperatur?

Ein moderner Motorradreifen wie der MICHELIN Power 5 oder der MICHELIN Road 6 muss nicht extra auf Temperatur gebracht werden, weil er fast sofort volle Leistung bringen kann. Der Reifen muss nur kurz angefahren werden, danach können Sie nach wenigen Kurven bereits Gas geben. Die Silica-verstärkten Gummimischungen verhelfen hier zu einem hohen Kaltgrip-Niveau. Wichtig ist, dass Sie beim ersten Einsatz des Reifens kontinuierlich die Belastung und die Schräglage steigern, bis die Lauffläche des Reifens vollständig benutzt ist.

Bei straßenzugelassenen Rennreifen sowie bei Slick-Reifen sollte jedoch beachtet werden, dass diese ein höheres Temperaturfenster haben als normale Straßensportreifen. Das muss so sein, denn je schneller man auf der Rennstrecke fährt, desto höher ist die Reifentemperatur. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass bei tiefen Außen- und Reifentemperaturen wenig Grip vorliegt und der Reifen erst einmal auf Temperatur gebracht werden muss. Laut den Michelin Experten ist das Wichtigste dabei, dass Sie zunächst beschleunigen, bremsen und die ersten Kurven mit mäßiger Schräglage fahren. Erst dann sollte die Belastung auf den Reifen langsam gesteigert werden.

Die extrem schnellen Reifen, wie MICHELIN Power Cup 2 oder MICHELIN Power Slick 2, profitieren von einem echten Technologietransfer aus der MotoGP™: Hier werden neue, synthetische Gummimischungen eingesetzt, die sich schnell erwärmen. Andererseits können diese sehr hohe Temperaturen bis über 100 Grad aushalten – und liefern damit einen konstant guten Heißgrip.

Der Vorteil eines straßenzugelassenen Rennreifens wie dem MICHELIN Power Cup 2 ist, dass er über maximalen Trockengrip verfügt, aber auch bei kühlen Temperaturen und gemächlicher Fahrweise auf der Straße noch ein sicheres Grip-Niveau vorliegt. Dank der synthetischen Gummimischungen ist selbst ein so schneller Reifen wie der MICHELIN Power Cup 2 bereits nach wenigen Kilometern auf dem optimalen Griplevel.

Darf ich auf Eis und Schnee fahren?

Es gibt keine Winterreifenpflicht für motorisierte Zweiräder. Allerdings gibt es für motorisierte Zweiräder keine Reifen, die Sicherheit auf Schnee und Eis bieten. Grundsätzlich ist es möglich, bei trockenen Straßenverhältnissen unter Einhaltung der StVO auch bis in den Minustemperaturbereich zu fahren.

Welchen Lastindex hat mein Motorradreifen?

Der Loadindex, auch Tragfähigkeitsindex genannt, gibt die maximale Tragfähigkeit an, die der Reifen bei der Geschwindigkeit entsprechend dem Geschwindigkeitssymbol und dem Norm-Luftdruck hat. Zum Beispiel hat ein Reifen der Dimension 120/70 ZR 17 M/C (58W) den Loadindex 58 und damit eine Tragfähigkeit von 236 kg.

Wie pflege ich meinen Motorradreifen nach der Fahrt?

Dauerhafter Kontakt zu Öl, Benzin, Lösungsmitteln und Chemikalien sollte in jedem Fall vermieden werden. Kurzfristiger Kontakt, zum Beispiel beim Entfernen eines Etiketts mit Bremsenreiniger, schadet dem Reifen jedoch nicht. Ebenfalls unbedenklich verwendet werden kann Shampoo, welches anschließend mit klarem Wasser gründlich abgespült werden sollte. Die Verwendung von Glanzmittel empfehlen die Michelin Experten nur zur optischen Aufwertung. Nach der Anwendung sollte der Reifen nicht mehr gefahren werden, weil dessen Oberfläche in der Haftung durch das Glanzmittel beeinträchtigt wird. Wenn Sie einen Dampfstrahler zur Pflege Ihrer Motorradreifen verwenden, sollten Sie einen Mindestabstand der Düse zu den Reifen von 15 Zentimetern einhalten, um Beschädigungen am Reifen zu vermeiden.

Wie häufig muss ich den Luftdruck prüfen?

Michelin empfiehlt, den Reifenfülldruck mindestens alle 14 Tage in kaltem Zustand des Reifens zu prüfen. Eine Prüfung in kaltem Zustand bedeutet frühestens zwei Stunden nach dem Fahren oder nach weniger als drei Kilometern Fahrt bei geringer Geschwindigkeit. Die Luftdruckangaben des Fahrzeugherstellers sind hierbei immer zu beachten.

Bestenfalls prüfen Sie den Reifenfülldruck vor jeder Fahrt. Dies ist allerdings auch abhängig von der Nutzungshäufigkeit. Stand Ihr Motorrad über mehrere Wochen, sollten Sie auf jeden Fall den Reifenluftdruck vor Fahrtantritt kontrollieren. Unerlässlich ist die Anpassung des Reifenfülldrucks, wenn Sie zu zweit auf dem Motorrad unterwegs sind beziehungsweise mit voller Beladung. Bei einer Solofahrt auf der Landstraße hingegen ist nicht immer der maximal angegebene Luftdruck erforderlich.

Sollten Sie sich auch schon einmal gewundert haben, dass der Reifenluftdruck beim Prüfen 0,3 Bar niedriger ist als beim letzten Mal, folgt nun die Erklärung: Die Abdichtung des Reifens zur Felge, beziehungsweise die Ventildichtigkeit, ist nicht zu 100 Prozent gedeckt, wodurch geringe Unterschiede entstehen können. Dabei spielt aber ebenfalls die Temperatur eine Rolle. Wenn Sie beispielweise den Luftdruck bei 30°C überprüfen und auffüllen, und messen beim nächsten Mal den Luftdruck bei 10°C, ist der Luftdruck um etwa 0,2 Bar geringer auf der Anzeige als beim vorherigen Mal.

Was sollte ich machen, wenn ich aus Versehen über Ölspuren fahre?

Zunächst sollten Sie prüfen, wieviel Öl sich (noch) auf dem Reifen befindet. Im Anschluss sollten Sie den Reifen mit Bremsenreiniger säubern und die Lauffläche vorsichtig wieder anfahren. Danach kann der Reifen einfach weiter benutzt werden.

Gesetzliche Vorschriften zur Profiltiefe:

Die Verschleißgrenze für Reifen wird von der Gesetzgebung eines Landes auferlegt und bezeichnet die Profiltiefe, die ein Reifen mindestens noch vorweisen muss, um de jure als verkehrstauglich zu gelten. In Deutschland beträgt die Mindestprofiltiefe für Motorradreifen gemäß §36 StVZO 1,6 Millimeter. Bei Mofas, Mopeds, Mokicks, Klein- und Leichtkrafträdern beträgt die gesetzliche Mindestprofiltiefe 1,0 Millimeter.

In Österreich und in der Schweiz müssen die Reifen auf der ganzen Lauffläche mindestens 1,6 mm tiefe Profilrillen aufweisen. Hier müssen Sie bei einer Fahrt in den Urlaub also aufpassen, denn der Verschleißanzeiger (TWI) ist niedriger als die in diesen Ländern vorgeschriebene Mindestprofiltiefe!

Wie gehe ich bei einer Reifenpanne vor? Was ist zu beachten?

Vorweg sollte gesagt sein: nicht mit einem platten Reifen weiterfahren. Der Unterbau des Reifens wird durch überhöhte Walkarbeit und Überhitzung beschädigt, ebenso die Sensoren des Luftdruckkontrollsystems. Ein Pannenspray oder eine Reparatur mit einem Reparaturstopfen können nur temporäre Lösungen sein bis zum Erreichen einer Fachwerkstatt, die einen neuen Reifen montiert. Erst dann ist wieder die volle Sicherheit gewährleistet.

Alleinstellungsmerkmal – Was ist die Michelin Lamellentechnologie?

Die Michelin Lamellentechnologie XST, die beispielsweise im MICHELIN Road 6 und MICHELIN Pilot Road 4 eingesetzt wird, sorgt für eine bessere Verzahnung des Reifens mit der Fahrbahn ab dem ersten Meter. Zudem durchtrennen die Lamellenkanten den Wasserfilm und der Lamellenkanal nimmt Wasser von der Fahrbahn auf, das dann nach außen abgeleitet wird. Die Folge ist eine verbesserte Nasshaftung und damit mehr Sicherheit.

Die neueste Entwicklung dabei ist die Lamellentechnologie XST evo, die von der MICHELIN EverGrip™ Technologie abgeleitet ist: Im Laufe der Kilometer verbreitern sich die Lamellen, so dass die Wasserableitungsfähigkeit des Reifens auf hohem Niveau aufrechterhalten wird. Die neuen MICHELIN Road 6 und Road 6 GT profitieren von dieser Lamellentechnologie.


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