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Bewusste Bodenschonung
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Bewusste Bodenschonung

18.06.2021

 

 

Welche Rolle spielen Reifen beim Thema bewusste Bodenschonung? Im Interview gibt Andreas Kerbler, Gebietsverkaufsleiter Landwirtschaftsreifen Österreich bei Michelin, sein Fachwissen weiter: 

 

 

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Herr Kerbler, welche Landwirtschaftsreifen empfehlen

Sie zur aktuellen Jahreszeit?

Nachdem die wichtigen Saaten für Getreide, Mais und Zuckerrüben im Herbst beziehungsweise Frühjahr ausgeführt wurden, konzentrieren sich Landwirte derzeit auf die Pflege ihres bebauten Ackers. Um gut zwischen die einzelnen Reihen für das Düngen und Spritzen zu gelangen, sind besonders schmale Reifen von Vorteil. Michelin bietet hierfür unter anderem den MICHELIN SPRAYBIB an. Dieser zeichnet sich besonders durch eine hohe Tragfähigkeit von bis zu 6.500 Kilogramm pro Reifen aus und ist für Geschwindigkeiten bis 65 km/h ausgelegt. Trotz seiner schmalen Ausführung als Pflegereifen verfügt er über eine lange Aufstandsfläche, verringert somit den Bodendruck auf dem Feld und kann die Kraft der Maschine deutlich ausgeglichener auf den Boden übertragen. 

 

Was können bodenschonende Reifen?

Bodenschonung ist unter den Landwirten nicht nur das große Thema während der Pflegezeit, sondern ebenso bei der Ernte, wenn das Feld besonders intensiv befahren wird. Viele der Landwirtschaftsreifen von Michelin verfügen daher über die MICHELIN UltraFlex Technologie, wie auch der MICHELIN SPRAYBIB. Reifen mit diesen Technologien zeichnen sich durch ihre besondere Karkass-Ausführung aus und ermöglichen eine große Aufstandsfläche sowie eine hohe Flexibilität auf Dauer. Sie können ohne Einbußen bei Laufleistung und Robustheit sowie unabhängig von der Geschwindigkeit mit niedrigeren, bodenschonenden Luftdrücken gefahren werden. 

 

Welche Reifen empfehlen Sie bei der Getreideernte?

Agrarwirte, die ihre Getreideernte im Sommer effizient vorbereiten und Bodenverdichtung weitgehend vermeiden möchten, sind mit dem MICHELIN CEREXBIB 2 für ihren Mähdrescher sowie dem MICHELIN AXIOBIB 2 für ihren Traktor bestens ausgerüstet. Seit diesem Mai gibt es den MICHELIN AXIOBIB 2 in zwei neuen Größen: VF 710/60 R34 und VF 900/60 R42. Mit dem MICHELIN AXIOBIB 2 bringt der Traktor seine volle Leistung von bis zu 550 PS auf den Boden und schont diesen gleichzeitig. Bei einem Feldeinsatz kann zudem der Luftdruck je nach Tragfähigkeit auf bis zu 0,6 bar verringert werden, um den Boden optimal zu schonen. 

 

Warum ist es wichtig Reifendruckregelanlagen

einzusetzen?

Der Luftdruck hat direkte Auswirkungen auf die Verdichtung des Bodens sowie den Kraftstoffverbrauch und die Lebensdauer des Reifens. Um den korrekten Innendruck einzustellen, gerade bei häufigem Wechsel zwischen Straßen- und Feldfahrten, wie es zum Beispiel auch bei der Gülleausbringung der Fall ist, werden häufig Reifendruckregelanlagen eingesetzt. Die Bezeichnung „Airsystem Ready“ auf der Flanke des MICHELIN AXIOBIB 2 zeigt seine sehr gute Kompatibilität mit Reifendruckregelanlagen, weil seine Karkasse auf Dauer hochflexibel ist. Das eigens von Michelin entwickelte System ZEN@TERRA® ist eine im Jahr 2019 eingeführte Komplettlösung, welche es Landwirten und Lohnunternehmern ermöglicht, den Reifendruck ihrer Traktoren während der Fahrt mit nur zwei Klicks an die jeweiligen Erfordernisse anzupassen. Das einfach zu bedienende System bietet die Möglichkeit, den Fülldruck schnell und ohne Aufwand zu regulieren: ein niedriger Reifendruck für die bodenschonende und produktivitätssteigernde Arbeit auf dem Feld, ein höherer Reifendruck für den materialschonenden und sicheren Einsatz auf der Straße.
Diese Möglichkeit zur Regulierung trägt nicht nur auf der Straße, sondern vor allem bei der Arbeit auf dem Feld zur Kraftstoffeinsparung bei. Durch den niedrigen Luftdruck im Feld vergrößert sich die Bodenkontaktfläche des Reifens, der Reifen wird also “länger“. Dadurch sind mehr Stollen im Einsatz, was zu weniger Schlupf und zu einer sehr hohen Spriteinsparung führt. Auf der Straße wiederum, bei hohem Luftdruck, besteht weniger Rollwiderstand. Die Spriteinsparung wird hier durch eine Reduzierung der Bodenkontaktfläche generiert.

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