header-search
Mythen über den MICHELIN Guide
print mail share
close
placeholder-image
west Alle Artikel
print mail share
close

Mythen über den MICHELIN Guide

23.06.2026

Der MICHELIN Guide und seine Sterne sorgen seit jeher für Aufmerksamkeit – und nicht selten kursieren die verschiedensten Missverständnisse. „Sterne, Spitzenküche, Sternekoch“ – Begriffe, die im Alltag schnell durcheinandergeraten. Zeit also, mit den verbreiteten Mythen aufzuräumen und den Blick auf das zu richten, was den MICHELIN Guide seit jeher auszeichnet: Teamarbeit, Handwerk und kulinarische Exzellenz.

Mythos: „Die Auszeichnung mit einem Stern wird nur an den Küchenchef oder die Küchenchefin verliehen.“
Realität:
Seit 1926 vergibt der MICHELIN Guide seine berühmten Sterne für exzellente Küche an Restaurants. Dabei würdigt die Auszeichnung nicht nur die Küchenleitung, sondern die Leistung des gesamten Teams. Wenn der Küchenchef oder die Küchenchefin eines Restaurants mitten im Jahr beschließt, das Restaurant zu verlassen, wird erneut getestet.
 

Mythos: „Ein Restaurant kann seinen Stern niemals verlieren. Einmal Stern, immer Stern.“
Realität:
Ob ein Restaurant einen Stern erhält, behält oder aberkannt bekommt, wird jedes Jahr aufs Neue von mehreren Inspektor*innen geprüft. Damit wird garantiert, dass kein Stern aufgrund einer einzelnen Erfahrung aberkannt oder neu vergeben wird. Das bedeutet also, dass ein Restaurant seine Sterne auch wieder verlieren kann, denn die Beständigkeit der Küchenleistung spielt eine entscheidende Rolle. Ein MICHELIN Stern ist ein Zeichen für höchste Qualität, die kontinuierlich verteidigt werden muss.
 

Mythos: „Der MICHELIN Guide bevorzugt Restaurants, die europäischen, vor allem französischen Fine-Dining-Standards entsprechen.“
Realität:
Der MICHELIN Guide bewertet Küchen aus der ganzen Welt nach fünf einheitlichen Kriterien: beste Produktqualität, Know-how der Küchenchef*innen, Originalität der Gerichte sowie die Beständigkeit und die Dauer über die gesamte Speisekarte hinweg. Die Inspektor*innen sind stets offen für alle kulinarischen Richtungen – entscheidend ist die handwerkliche Qualität. Die Auswahl der Restaurants erfolgt dabei völlig unabhängig und ist einzig am Nutzen der Leser*innen orientiert.
 

Mythos: „Der MICHELIN Guide zeichnet nur Restaurants aus, die in ein bestimmtes gehobenes Preisschema passen.“ 
Realität:
Der Guide bewertet Küchen ausschließlich nach den fünf Kriterien. Mit seiner vielseitigen Auswahl wendet sich der MICHELIN Guide an ein Publikum, das im Hinblick auf Geschmack und Budget breit gefächert ist. Auch der Service oder die Einrichtung entscheiden nicht über die Verleihung eines Sterns.

placeholder-image

Die begehrteste Auszeichnung des Guides, der MICHELIN Stern, wird seit 1926 jährlich verliehen.

placeholder-image

Den MICHELIN Guide gibt es seit dem Jahr 1900. 

Mythos: „MICHELIN Inspektor*innen lassen sich während ihres Restaurantbesuchs kostenlos bewirten.“
Realität:
Unabhängigkeit und Anonymität stehen für den MICHELIN Guide an erster Stelle. Damit Bewertungen authentisch und unverfälscht bleiben, treten die Inspektor*innen nicht als solche in Erscheinung. Sie reservieren, bestellen und bezahlen wie jeder andere Gast auch.
 

Mythos: „Jeder, der gutes Essen liebt, kann zum MICHELIN Inspektor werden.“
Realität:
Der MICHELIN Guide arbeitet ausschließlich mit Fachleuten zusammen, die umfangreiches, gastronomisches Wissen mitbringen und darüber hinaus eine offene Einstellung gegenüber den verschiedenen Küchen haben. So sind die Inspektor*innen festangestellt und verfügen über eine fundierte Ausbildung sowie mindestens zehn Jahre Berufserfahrung in der internationalen Spitzengastronomie oder -hotellerie. Die Einarbeitung der Inspektor*innen erfolgt in Begleitung erfahrener Inspektor*innen mit umfangreicher internationaler Erfahrung.
 

Mythos: „Der MICHELIN Guide bewertet völlig im Dunkeln – niemand weiß, nach welchen Kriterien Restaurants beurteilt werden.“
Realität:
Die Kriterien, nach denen der MICHELIN Guide Restaurants bewertet, sind klar definiert und gelten weltweit einheitlich. Zu den fünf Kriterien gehören die Qualität der Produkte, das Know-how der Küchenchefs, die Originalität der Gerichte, die Beständigkeit über die gesamte Speisekarte hinweg sowie Beständigkeit über einen längeren Zeitraum.
 

Mythos: „Die Inspektor*innen sind in der Lage, die Qualität eines Restaurants nach nur einem Besuch zu bewerten.“
Realität:
Ein Stern ist das Ergebnis mehrere Besuche, bei denen die Beständigkeit der Küchenleistung eine entscheidende Rolle spielt. Die MICHELIN Inspektor*innen testen ein Restaurant deshalb mehrmals, bevor es einen Stern bekommt. Nach jedem Besuch verfassen sie Berichte, die als Grundlage dafür dienen, ob das jeweilige Haus in den MICHELIN Guide aufgenommen wird oder sogar eine Auszeichnung erhält. Gleichzeitig besteht unter den Inspektor*innen ein reger Austausch. Die endgültige Entscheidung über die Vergabe der Sterne ist stets das Ergebnis mehrerer Mahlzeiten verschiedener Tester*innen. Das gewährleistet die Zuverlässigkeit und Objektivität der Auszeichnung.

Mythos: „Ein einziger Fehler kann den Stern kosten.“
Realität:
Die Vergabe oder Aberkennung von Sternen ist stets das Ergebnis einer umfassenden Beurteilung, die über einen längeren Zeitraum erfolgt. Die Inspektor*innen führen regelmäßige Besuche durch und bewerten die Konsistenz der Küchenleistung sowie das Gesamterlebnis der Gäste. Ob ein Restaurant einen Stern erhält, behält oder aberkannt bekommt, wird jedes Jahr aufs Neue von mehreren Inspektor*innen geprüft. Damit wird garantiert, dass kein Stern aufgrund einer einzelnen Erfahrung aberkannt oder neu vergeben wird.
 

Mythos: „Der MICHELIN Guide vergibt Sterne nur an Restaurants mit aufwendigen Mehrgangmenüs.“
Realität:
Ein Restaurant kann ein langes Degustationsmenü anbieten, nur wenige Gerichte oder à la carte servieren. Ganz unabhängig vom Stil oder der Auswahl an Menüs bewerten die Inspektor*innen ausschließlich das Niveau auf dem Teller.

 

Mythos: „Ein Restaurant muss eine Mindestanzahl an Öffnungstagen erreicht haben, bevor es mit einem Stern ausgezeichnet werden kann.“
Realität:
Die Anzahl der bereits geöffneten Tage ist grundsätzlich kein Kriterium. Entscheidend ist stets die Qualität auf dem Teller. Wichtig ist lediglich, dass die Inspektor*innen ausreichend Gelegenheit haben, die Leistung des Restaurants fundiert und über mehrere Besuche hinweg zu bewerten.

 

 

placeholder-image

Media Kit

print mail share
close

Ansprechpartner*innen

  • placeholder-avatar

    Jakob Sänger

    Press Officer DACH

    E-Mail:
  • placeholder-avatar

    Lea Raacke

    Head of Corporate Communications Michelin Europe North

    E-Mail: